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Singlebörse oder doch Partnervermittlung?
In der Online-Dating-Branche ist eine Unterscheidung nach Ausrichtung hinsichtlich dem Alter, der Intension der Nutzer und den Möglichkeiten der Suche üblich. Im Gegensatz zu den Partnerbörsen wie Parship steht bei Singlebören der lockere Kontakt und Flirt im Vordergrund, die Suche ist meistens nach Kriterien wie Alter, Wohnort und weiteren Parametern freiwählbar und das Durchschnittsalter deutlich jünger als bei Partnerbörsen. Bei Partnerbörsen ist die Suche nicht freiwählbar, sondern Kontakte werden zumeisten auf Basis eines psychologischen Testes und interner Algorithmen vorgeschlagen. Partnerbörsen liegen zudem preislich auf einem höheren Niveau.
Wie sieht der Markt aus?
Auf dem Markt existiert eine Vielzahl von Anbietern. Unterscheiden lassen sich große internationale Anbieter, nationale Anbieter sowie regionale und spezialisierte Anbieter. Angaben zu Mitgliederzahlen sind nur wenig aussagefähig. Ein internationaler Anbieter, der Gesamtzahlen angibt, kann für den deutschsprachigen Raum viel weniger Mitglieder vorweisen als ein nationaler Anbieter, ebenso kann ein regionaler Anbieter für eine Region mehr Mitglieder bieten als ein nationaler/internationaler Anbieter.
2003 ergab eine Emnid-Studie, dass Singlebörsen inzwischen als die drittwichtigste Möglichkeit zur Partnersuche angesehen werden – hinter Arbeitsplatz und Freundeskreis. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) ermittelte, dass im Jahr 2006 insgesamt 6,8 Millionen Deutsche eine Singlebörse im Internet besucht haben.
Sozialwissenschaftler der Universität Bamberg ermittelten in einer repräsentativen Erhebung anhand von Profilen sowie 1800 Telefoninterviews: Suchende sind überwiegend Anfang 30 und zwei Drittel von ihnen sind männlich. Das Bildungsniveau weist erhebliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf: Männer hätten überdurchschnittlich oft einen Hauptschulabschluss, während Frauen mit Abitur überrepräsentiert seien. Die Forscher führen die Zusammensetzung der Partnersuchenden auf die Schwierigkeiten dieser beiden Gruppen bei der realen Partnerwahl außerhalb des Internets zurück, da Frauen und Männer unterschiedliche Ansprüche bei der Auswahl ihrer Partner hätten. Hochgebildete Frauen suchen demnach nach einem Partner mit ähnlichem Bildungsabschluss, während hochgebildete Männer ihre Partnerinnen nicht immer und unbedingt nach diesem Kriterium auswählen. So bestehe ein direkter Zusammenhang zwischen dem gestiegenen Bildungsniveau bei Frauen, dem gesunkenen Marktwert geringgebildeter Männer und dem Ergebnis der repräsentativen Erhebung, genau diese beiden Gruppen besonders häufig in Singlebörsen anzutreffen.[Quelle: Wikipedia]